NARG

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Im Lernarrangement (Begriffserklärung) NARG sind die Fächer Arbeitslehre, Gesellschaftslehre, Naturwissenschaften und Religion verortet.

Im Unterschied zum Lernbüro wird in NARG gemeinsam an einem Thema gearbeitet und die Ergebnisse werden von der Gruppe verantwortet. Die unterschiedlichen Fähigkeiten der Kinder sind dabei eine Bereicherung für die gemeinsame Arbeit. Die Kinder lernen zusammenzuarbeiten, ein Projekt zu planen und zu einem gemeinsamen Ergebnis zu kommen oder ein gemeinsames Produkt zu präsentieren. Dabei können Lernwege auch binnendifferenziert (Begriffserklärung) begangen werden. Entsprechend des Könnensstandes tragen die einzelnen Schülerinnen und Schüler im Umfang, in der Komplexität, im Niveau, im Lerntempo und im Unterstützungsbedarf unterschiedliche Beiträge zum Gruppenergebnis bei.

In diesen Fächern hat das Lernen in Gruppen eine besondere Bedeutung. Teamfähigkeit ist eine Schlüsselkompetenz. Neurophysiologische Erkenntnisse belegen, dass Lernen besonders effektiv ist, wenn ein enger Zusammenhang zwischen individueller Wissenskonstruktion und Kokonstruktion (Begriffserklärung) mit einer Partnerin oder einem Partner besteht. Diesem Umstand wird an der Gesamtschule Höhscheid mit dem Kooperativen Lernen (Begriffserklärung) Rechnung getragen. Gelingensfaktoren sind nach N. Green die individuelle Verantwortung, die positive Abhängigkeit, die Förderung der Sozialkompetenz, die Evaluation der Gruppenprozesse und die Face-to-Face-Interaktion.

Die Einführung solcher Schlüsselkompetenzen wird durch Kompetenzerwerbsschemata (Begriffserklärung) strukturiert. Ein derartiges Schema ordnet Teilkompetenzen konkrete Lernsituationen in NARG zu. Damit wird eine verlässliche und nachhaltige Einführung der Schlüsselkompetenzen erreicht.

Als grundlegendes (fach-) didaktisches Prinzip für NARG sehen wir auch die Problemorientierung (Begriffserklärung). In Arbeitslehre und Gesellschaftslehre sind die Schlüsselprobleme (Begriffserklärung) nach Klafki eine Grundstruktur des Kernlehrplans (Begriffserklärung), um mündige Bürger bzw. den homo oeconomicus zu erziehen. Der naturwissenschaftliche Erkenntnisweg geht von Problemstellungen aus. Im Religionsunterricht werden religiöse und ethische Fragestellungen der Schülerinnen und Schüler aufgegriffen, er deutet damit Erfahrungen, vermittelt Wertorientierungen und zeigt Perspektiven für persönliches Handeln auf.

Für das intensive Arbeiten an einem Thema brauchen die Kinder ausreichend Zeit. Zeit für das Finden eigener Fragestellungen, Zeit für das Finden von Problemstellungen, Sammeln von Eindrücken und Material, Zeit für die Erstellung eines Arbeitsplans, Zeit für die Lösung von Problemen, Zeit auch für Irrtümer und Fehler und deren Korrektur, Zeit für das Präsentieren von Arbeitsergebnissen. Der skizzierte Prozess entspricht der Grundstruktur von Lernen in Projekten (Begriffserklärung), wo der Lernprozess gemeinsam geplant wird und sich an der Lebenswelt und alltäglichen Problemen orientiert. Auf diese Weise soll Lernen zur Bewältigung des Alltags beitragen und von den Kindern als sinnstiftend wahrgenommen werden.

Diese Art und Weise des Lernens benötigt Zeit. Deshalb finden die Projekte epochal (Begriffserklärung) statt. Das heißt, dass im wöchentlichen Wechsel ein Fach das Thema vorgibt und die Wochenarbeitsstunden von allen NARG-Fächern zur Verfügung stehen. Systematisch werden fachübergreifende Projekte immer häufiger und selbstständiger von den Schülerinnen und Schülern im lauf der Sekundarstufe 1  umgesetzt.